Kaffee in Süd-Korea Jamsil lotte World Mall - K-Pop Museum Café

Barista oder nicht – Kaffee in Süd-Korea 3

Ein Barista? Es gibt sicher nicht wenige Menschen, die mit diesem Begriff lange nichts anfangen konnten. Tatsächlich habe ich diese Berufsbezeichung für einen professionellen Fachmann in Sachen Kaffee auch erst vor einigen Jahren durch das K-Drama „The 1st Shop of Coffee Prince“ kennengelernt. Auf die Frage, ob ein Barista in Korea ein angesehener Beruf sei, wird die Antwort je nach Definition unterschiedlich ausfallen.

In Korea spielen Beruf, Titel, Rang, Reichtum und die Bekanntheit des Arbeitsplatzes eine große Rolle, denn sie bestimmen den Status in den Augen anderer. Je nachdem, welche der genannten Kategorien von Kaffee man zubereitet, hat eine Bedeutung.

Handgebrühter Kaffee vom Barista

Kaffee vom Barista in Süd-Korea
Kaffee vom Barista

Tatsächlich wird in Korea nur der als respektierter Barista bezeichnet, der in einen der handwerklichen Cafés (Siehe Teil 2 Artisan Cafés) arbeitet oder ein eigenes Café besitzt. Wie im vorherigen Beitrag erwähnt, erfreuen sich diese Cafés unter jungen Leuten einer starken Beliebtheit. Kaffee gehört zum Alltag und wird immer verkauft, deswegen träumen einige junge Koreaner davon, ein eigenes Café im handwerklichen Stil zu eröffnen. Dabei arbeiten die jungen Ehepartner gemeinsam als Barista. Diese Art von Barista wird in der Gesellschaft als sehr positiv bewertet und respektiert.

Studenten-Kaffee

Als Besitzer eines Straßenkaffeeshop oder als Angestellter in einem Kettencafé, wird man nicht unbedingt von einem Barista sprechen. Die Qualität des Kaffees und auch die Zubereitung sind einfach zu verschieden und nicht so hoch angesehen. In solchen Kaffeeshops arbeiten vorwiegend Studenten, die damit ihr Studium finanzieren. Wer den Absprung dort nach der Uni nicht schafft, verliert einen gewissen gesellschaftlichen Rang, da diese Tätigkeit als „Studentenjob“ oder „Einfache Arbeit“ gebrandmarkt ist. Erfolgsaussichten hat man dort nicht und so etwas ist wichtig in Korea.

Trotz alledem gibt es dennoch Menschen, die diese Tätigkeit als ihren Traum sehen und stolz auf ihre Arbeit sind. Mittlerweile beginnt sich auch die Einstellung der Gesellschaft etwas zu lockern. Schließlich geht es hier um ihren geliebten Kaffee.

Als Barista in Korea arbeiten

Der Kaffeekonsum in Korea steigt mit jedem Jahr, ebenso die kleinen und gemütlichen Cafés. Es gibt sogar fremdsprachige Cafés, die den Koreanern ein Stück Urlaub bieten und eine Gelegenheit, eine andere Sprache zu erlernen.

Für Europäer und Amerikaner, die auf ein Abenteuer in Korea aus sind, könnte die Arbeit als Barista eine Möglichkeit sein, dort einmal in das Leben der Koreaner einzutauchen. Ob nun als Vollzeit- oder Halbtagsjob, es gibt tatsächlich Cafés, die für Kost und Logie Baristas aus dem Ausland einstellen. Dabei arbeitest du als Kellner oder Barista und kannst dabei den Kunden deine Sprache beibringen, sorgst für Ordnung im Café und lernst dabei selbst unglaublich viel.

Vorsicht jedoch! Ihr braucht dafür auch das passende Visum. Für alle jedoch, die selbst Kaffee lieben und vielleicht sogar Erfahrungen im Kellnern oder als Barista mitbringen, ist das eine wunderbare Gelegenheit im Ausland Erfahrungen zu machen.

Fazit

Kaffee wird immer getrunken. Den höchsten Respekt erhält jedoch der von Hand aufgebrühte, meist kostspieligere Kaffee in den Artisan-Cafés. Das spiegelt sich auch in der Berufsbezeichnung des Baristas wider. Wäre ein solches Abenteuer auch etwas für euch? Würdet ihr solchen Cafés arbeiten wollen?

Aber was, wenn der Koreaner zu Hause einen Kaffee trinken möchte? Davon berichte ich im nächsten Teil.

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