Songpyeon (송편) – traditionelles Gericht an Chuseok

Songpyeon ist traditioneller Reiskuchen, der an Chuseok (ähnlich unserem Erntedankfest) aber auch in Teilen Koreas an Seollal (Neujahr, nach dem Mondkalender) gegessen wird.
Ich habe es leider noch nicht selbst zubereitet, weil es meine Zeit noch nicht zuließ. Deswegen habe ich keine eigenen Bilder. Das Rezept erhielt ich auf Nachfrage von einer Freundin aus Busan.

Zutaten:

1 kg Reismehl* (oder gefrorenes Reismehl aus den Asialläden)
3 Tassen Wasser
Salz
Sesamsamen*
Sesamöl*
Getrocknete und geschälte Mungobohnen (z.B. von Raitip*)
Brauner Zucker*
Weißer Zucker
Kiefernnadeln
1 Teelöffel Ssuk garu oder Ssook garu  (Asialaden)
1 Prise Erdbeer-Gelantine-Pulver (ggf. von Jello-O*)

(Wörter mit * sind Links zu Amazon)

Zubereitung des Teigs:

Das gefrorene Reismehl auftauen lassen und anschließend fein sieben.
Ist es sehr klumpig, sollte man es mörsern und danach sieben.
In drei Schalen jeweils eine Tasse fein gesiebtes Reismehl geben. (Schüssel A, B und C)
Dann zwei Tassen Wasser für den Reisteig kochen.

Schüssel A (Weißes Songpyeon)

Füge eine Prise Salz und drei Esslöffel von dem gekochten Wasser zur Schüssel A hinzu und mische es mit einem Holzlöffel. Vorsicht, der Teig ist heiß! Den Teig ca. fünf Minuten gut durchkneten, anschließend in eine kleine Plastiktüte/Gefrierbeutel legen und zur Seite legen.

Schüssel B (Rosa Songpyeon)

Füge eine Prise Salz, eine Prise Erdbeere Gelantine-Pulver und drei Esslöffel kochendes Wasser zur Schüssel B hinzu. Danach gleiches Verfahren, wie bei Teig A.

Schüssel C (Grünes Songpyeon)

Füge eine Prise Salz, ein Teelöffel  Ssukgaru  und 3,5  Esslöffel kochendes Wasser hinzu. Gleiches Verfahren, wie bei Teig A.

Zubereitung der Füllungen:

Geröstete Sesamsamen Pulverfüllung

Eine ¼ Tasse gerösteten Sesam mahlen (15-20 Sekunden).
Das gemahlene Sesampulver in eine kleine Schüssel mit ¼ Tasse braunem Zucker und einer Prise Salz mischen. Vorsicht: nicht zu lange mischen, weil sich sonst das Öl aus den Samen freisetzt und die Mischung klebrig wird!

Mungo-Bohnen-Pulver Füllung

Eine ¼ Tasse getrocknete und egeschälte Mungobohnen waschen, abtropfen und in einen Topf geben.
Eine ¼ Tasse Wasser und eine Prise Salz hinzufügen und 30 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen. Anschließend aus den Topf nehmen und wieder abtropfen lassen. 
Zerdrücke die trockenen Bohnen mit einem hölzernen Löffel, um aus dem Bohnen Pulver zu machen.
Die zerdrücken Bohnen in einer Schale abkühlen lassen.
Füge eine ¼ Tasse weißen Zucker dazu und gut mischen.

Songpyeon zubereiten:

Nimm ein Stück vom Teig (ca. 2,5 cm im Durchmesser), roll es zu einen Reisball und drücke mit dem Daumen in der Mitte des Teiges ein Loch, so dass es wie eine Tasse aussieht.

Fülle den geformten Teig entweder mit der Sesam-Füllung oder Mungobohnen-Füllung, drücke die Öffnung zu und lege den Reiskuchen auf einen Teller. Rein theoretisch ist die Form egal, traditionell sehen sie jedoch wie ein Halbmond oder eine Ravioli aus.
Danach Kiefernnadel waschen und mit einem Handtuch trocknen.

Vier Tassen Wasser in einem Dämpfer geben und kochen lassen. (Kostengünstig und zwecktauglich kann ich diesen Dampfgarer empfehlen: Amazonlink) Lege außerdem danach ein Baumwolltuch in den Aufsatz. Die Kiefernnadeln hineinlegen und Reiskuchen darüber. Auf den Reiskuchen nochmal wieder Kiefernnadel legen. Die Nadeln geben einen guten Geschmack und verhindern das Zusammenkleben.
25 Minuten bei mittlerer Hitze dämpfen. Danach kaltes Wasser mit etwas Sesamöl vorbereiten.

Sind die Reiskuchen fertig, werden sie in das kalte Wasser mit Sesamöl getaucht. Außerdem solltet ihr die Nadeln sofort entfernen, weil die Nadeln anfangen zu kleben. Dann den Reiskuchen auf einer Platte/Schüssel anrichten.

Reiskuchen ansich hat wenig Geschmack. Der wird durch die Füllung und den Nadeln hervorgebracht. Ich habe Songpyeon zwar noch nicht selbst hergestellt, gegessen jedoch schon. 
Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert auch wenn man sich an die Konsitenz des Reiskuchens gewöhnen muss. Dennoch, wer Spaß daran hat, koreanische Rezepte auszuprobieren, sollte vor diesem traditionellen Gericht nicht halt machen.

Habt ihr selbst schon Erfahrungen damit gemacht? Erzählt davon doch in den Kommentaren.

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