Yakgwa - Honigplätzchen

Yakgwa – süße koreanische Honigplätzchen

Das Wort Yakgwa (약과) besteht aus den Silben Yak (약 Medizin) und gwa (과 Konfekt). Übersetzt bedeutet es soviel wie Medizinisches Konfekt, ist aber bei uns eher bekannt als Koreanische Honigplätzchen. Honig war in früheren Zeiten Koreas nicht nur ein Süßungsmittel, sondern wichtige Medizin. Da viel Honig in den Keksen enthalten ist, erklärt das den Namen der Plätzchen. Yakgwa ist süß, wird frittiert und ist in der Zubereitung etwas aufwendiger.

Traditionell werden diese süßen Kekse an Feiertagen wie Chuseok, Seollal, Geburtstagen oder Hochzeiten gereicht. Heutzutage kann man das Gebäck in vielen Kaufhäusern finden, jedoch kommt es geschmacklich nicht an das heran, was auf den traditionellen Märkten angeboten wird.

Geschichte

Yakgwa hat eine lange Tradition und entstand in der Zeit der Drei Königreiche. Das Samguk Yusa (Aufzeichnungen eines Mönches aus der Zeit der Drei Königreiche) erklärt die Entstehung dieser Süßspeise. Obstgaben gehörten zu den Ahnenritualen, waren jedoch teuer. Menschen, die sich Obst nicht leisten konnten, mischten Mehl und Honig und formten daraus anschließend eine Obstform.

In der Goryeo-Zeit (916-1392) wurde der Buddhismus zur Staatsreligion und verbat dabei Fleisch bei den Ahnenritualen. Stattdessen verwendete man Yakgwa als Opfergabe und es etablierte sich als gängige und wichtige Opfer- und Süßspeise, die bei keinem Ritual oder Feier fehlen durfte.
Die Süßspeise erfreute sich solcher Beliebtheit, dass die Hauptzutaten wie Mehl, Honig und Öl ausgingen und ein königlicher Erlass erging, dass der unteren Bevölkerungsschicht die Herstellung von Yakgwa verbat. Dies setzte sich jedoch nicht durch.

Form des Yakgwa

Anfangs entstanden bei der Zubereitung von Yakgwa regelrechte Kunstwerke in Form von Obst oder Tiergestalten. Die typische Sonnenblumenform bekamen die Plätzchen erst viel später. Um sie besser lagern zu können, bekamen die Honigplätzchen in der Joseon-Ära dann ihre flache Blumenform. Für die Sonnenblumenform gibt es in Korea dazu spezielle Yakgwa-Pfännchen, in der Teig hineingepresst wird.

Zutaten für den Teig

200g Mehl
40g Sesamöl (Amazon)
50g Honig
50g Reiswein (Amazon)
50g Wasser
Prise Pfeffer, Zimt und Salz
1 EL Ingwer-Saft (Amazon)

Zutaten für den Honig-Sirup

600-700ml Honig
1 Tasse Reismalz-Sirup oder Ahornsirup (Amazon)
Kleines Stück Ingwer (dünn geschnitten)
Prise Zimt

Zusätzliche Zutaten zum Frittieren und Verzieren

viel Öl zum Frittieren (z.B. Rapsöl)
gehackte oder geschälte Pinienkerne
Sesam
Geschälte und geröstete Sonnenblumenkerne

Zubereitung der Teigplätzchen

1.       Mehl in eine Schüssel hineinsieben und das Sesamöl untermischen. 
2. Honig, Reiswein, Wasser und die Prise Pfeffer, Zimt und Salz in einer zweiten Schüssel mischen.
3. Dann Inhalt beider Schüsseln mischen und mit der Hand kneten, bis ein halbfester Teig entsteht. Mehl dazu nehmen, wenn er noch zu weich ist.
4. Den Teig anschließend mit Plastikfolie abdecken und 30 Minuten kühl stehen lassen, damit er fest wird.
5. Der Teig wird anschließend in etwa 1 cm dick auf einer bemehlten Oberfläche ausgerollt.
6. Die Form der Kekse kann individuell gestaltet werden. Ihr könnt den Teig quadrat-, rauten- oder blumenförmig schneiden oder Ausstechformen verwenden.  Während ihr den Teig in Form bringt, solltet ihr überlegen, wie die Verzierung der Kekse aussehen soll. Drückt dementsprechend mit einem Spieß oder einer Gabel kleine Löcher auf die Oberfläche des Plätzchens. Fertige Teig-Plätzchen dann noch mal in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung des Sirups

1.       Mischt in einem Topf den Honig, den Reismalz-Sirup (Ahornsirup) und den in dünnen Scheiben geschnittenen Ingwer. Alles zusammen kurz aufkochen lassen und sofort vom Herd nehmen.
2. Die Flüssigkeit anschließend in eine breite Form/Schüssel gießen. Wählt dafür eine Schüssel, in der möglichst alle Plätzchen mit euren individuellen Formen Platz finden

Yakgwa-Plätzchen frittieren

1.       Erhitzt dafür einen flachen Topf mit Öl auf ca. 100 Grad. Der Topf sollte in etwa zur Hälfte mit Öl gefüllt sein, da es sich durch die Plätzlich weiter füllt. Den Topf nach dem Erhitzen vom Herd nehmen, dann die Plätzchen ins Fett legen und nach zwei Minuten vorsichtig drehen.

Ich habe zum Frittieren eine WOK-Pfanne von Fissler mit Aufsatz verwendet. Zur Zeit gibt es eine ähnliche, kostengünstige Variante im Angebot bei Amazon. Hier der Link dazu: WOK

2. Die Kekse sollten ungefähr nach 4-5 Minuten aufgehen und dabei schwimmen. Anschließend das Fett auf 300 Grad erwärmen und goldbraun frittieren.
3. Die Plätzchen danach aus dem Öl nehmen und die Plätzchen 5-10 Minuten auf einem Rost abtropfen lassen.
4. Nach dem Abtropfen die Yakgwa dann 5-6 Stunden in den Sirup einlegen und gelegentlich wenden.
5. Die Plätzchen dann mit Kernen in den vorgestochenen Löchern verzieren und trocknen lassen.

Sehr leckerer Kekse, die ich selbst auch ausprobiert habe. Fotos dazu werden folgen. Kennt ihr diese Plätzchen oder hab sie selbst probiert? Schreibt mir in die Kommentare, ich freue mich.

3 Antworten zu “Yakgwa – süße koreanische Honigplätzchen”

  1. Das hört sich wirklich lecker an. Ich meine Yakgwa schon mal in einem Drama gesehen zu haben, kann mich aber auch irren.

    Vielen Dank für das Rezept.
    Mal sehen ob ich mir mal Zeit nehme welche zuzubereiten (oder meiner Freundin damit auf die Nerven gehe bis sie welche für mich macht ^^).

  2. Danke schön für das Rezept, Nuri!
    Gegessen habe ich sie häufiger, aber nicht selbst gemacht. Wenn ich irgendwann sie selbst ausprobiert habe, sage ich dir Bescheid. 🙂

    LG zimifan

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